Thematische Einzelveranstaltungen

Diese zweitägigen Veranstaltungen sind für alle Interessierten offen.
Die Seminarkosten betragen jeweils 220,00 €.

 

24./25.5.2020
Rolf Schanko

Kräfte der Kunst. Künstlerische Versuche auf der Basisebene der Kreativität.

Die Welt der Kontraste ist die der Sichtbarkeit, Spürbarkeit und alles Sinnlichen. Sie ist die Welt der Unmittelbarkeit vor dem Denken, vor dem Gedächtnis. Die Kräfte der Kunst tragen den Charakter des Ereignisses - die Kräfte der Kunst passieren. Spürbar wird das Vorher der Wirkung vor der Ursache, wie auch das Vorher der Form vor dem Stoff.

 

6./7.6.20

Hiltrud Zierl

Familie in Tieren

als kommunikatives Instrumentarium in der Kunsttherapie und in therapeutischen Prozessen.
 
Ursprünglich für diagnostische Zwecke entwickelt gab der Test „Familie in Tieren“ Aufschluss über die Familiendynamik unter Einbeziehung unbewußter Prozesse.
Dies geschieht auch in der hier vorgestellten Methode. Der Schwerpunkt liegt allerdings nicht in Diagnose und Deutung, sondern in einem komplexen Geschehen von Bezügen, in dem sich Biographisches zeigt und spürbar, erlebbar wird.
So geht der hier vorzustellende Ansatz weit über Diagnostisches hinaus. In einem kommunikativen Geschehen, einem wechselseitigen Gespräch zwischen Bild und den beiden Betrachtern (dem Klienten und dem Therapeuten) im Sinne von Winnicott werden viele Ebenen aktiviert.
Diese betreffen die strukturelle Wirkung des Bildes und die Nutzung der erlebbaren Resonanzen, wie auch die Ebenen der therapeutischen Begegnung mit dem Bild als drittem Partner. Kunsttherapie begreift sich hier als Resonanzraum auf Augenhöhe, die die Bühne der jeweiligen Familiensituation neu begreifen kann.
 
 
 
5./6.9.2020
Elisabeth Luchesi
 
Gesicht, Maske, Identität

Wir haben ein individuelles Gesicht und gehen außerdem täglich mit unterschiedlichen Bildern des Gesichts um. Seit der umfassenden Digitalisierung des Alltags ist die bildliche Selbstrepräsentation mit Selfies an der Tagesordnung. Zudem ist es gängige Praxis, schriftlichen Mitteilungen, aber auch Objekten mit dem Einsatz von Emoticons einen Gesichtsausdruck und damit eine Stimmung zu verleihen. Kulturgeschichtlich gesehen erfolgt die soziale Verortung und Emotionsvermittlung via Gesichtsabbildung seit langer Zeit: Ikone, Maske (Kult, Theater, Karneval), Herrscher-portraits etc. Der individuellen Freiheit heute steht jedoch zunehmend die Möglichkeit der totalen Kontrolle durch Überwachung mit automatischer Gesichtserkennung entgegen. Die Aspekte der Thematik sind vielfältig: zeigen, werben, erinnern, verbergen, bloßstellen, inszenieren, kontrollieren... Im Workshop sind verschiedene gestalterische Experimente geplant. Bitte mitbringen: 3 Fotoselbstportraits auf Papier DIN A4

 
 
 
31.10./1.11.20
Hiltrud Zierl

Bildnerische Arbeit mit Anteilen der Persönlichkeit

Psychodynamisches Arbeiten unter Nutzung von Teileansätzen
 
Die Arbeit mit inneren Anteilen hat in weiten Teilen der Psychotherapie Einzug gehalten und kann auch in der Kunsttherapie einen großen Beitrag leisten, das oft komplexe Geschehen innerer Zusammenhänge und die Vielschichtigkeit von Seelischem zu begreifen. Und gerade die Kunsttherapie mit ihrem direkten Bezug zum Schaffen und zum Gestalten hat viele Möglichkeiten, diesen inneren Räumen begegnen. Das Medium des Bildes als faktisches Äußern spielt dabei eine große Rolle und die Möglichkeiten, dazu Resonanzräume zu entwickeln.
Auch wirkt diese Arbeit mit inneren Anteilen oft entschleunigend, weil die Sinnhaftigkeit von seelischen Schutzmechanismen und Begrenzungen deutlich und so ein Verständnis für psychodynamische Zusammenhänge entwickelt wird. Oft wird auch deutlich, in welchem Zusammenhang und in welcher Zeit seelische Schutzmechanismen „ihren Dienst“ haben aufnehmen müssen. Indem ihnen mit Respekt und Neugier begegnet wird, entsteht ein Kommunikationsraum, der auch einen Raum für neue Antworten ermöglicht.
Exemplarisch an dem Teileansatz von Richard C. Schwartz (IFS) wird die Arbeit mit inneren Anteilen für die Kunsttherapie dargestellt.

 

 

7./8.11.2020
Rolf Schanko

Bild und Wirklichkeit. Grundlagen der Veränderungsprozesse, auch der Therapeutischen.

 
Die gesamte Wirklichkeit des Einzelnen ist sein primäres Bild Hinzu tritt nun – auf einer Ebene von radikaler Andersheit – ein zweites, virtuelles Bild auf den Plan. Aus Differenz und Resonanz der beiden Bilder resultiert ein Intervall, welches – mit unbedingtem Wesensbezug – Existenz durchzieht.

 

Die Anmeldung tritt mit der Überweisung der Seminargebühren in Kraft. Bei Abmeldung wird bis 4 Wochen vor Seminarbeginn der Gesamtbetrag erstattet, bis 2 Wochen vorher der halbe Betrag.